Solardachkataster – Ein Service für den Bürger und das Handwerk


Im April 2011 konnte die WAHL Fraktion mit Ihrem Antrag, ein Solardachkataster zu erstellen, die anderen Fraktionen für sich gewinnen. Die Verwaltung wurde beauftragt Angebote von Instituten einzuholen. Das Kataster wird ein sinnvoller Service für den Bürger und das Handwerk werden. Denn es gibt darüber Auskunft, welche Dächer und Brachflächen für eine Solaranlage geeignet sind, welche Module für die jeweilige Örtlichkeit sinnvoll sind, wie groß die Anlage geplant werden kann und welche Rendite zu erwarten  ist. Ob eine Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Standort, der Dachausrichtung, der Dachneigung, der Modulwahl, der Nachbarschaftsbebauung und -bepflanzung und dem daraus resultierenden Schattenwurf im Jahresverlauf.

Das von Frau Professorin Klärle entwickelte Verfahren ermittelt aus der Luft mittels Laserscan alle Dach- und Brachflächen und teilt diese in 6 Eignungskategorien ein. Je nach Kommune sind 20 – 40 % der Dachflächen hervorragend geeignet. Diese Flächen würden ausreichen, den kompletten privaten Strombedarf einer Kommune zu decken. Das bearbeitete Datenmaterial wird auf der Homepage der Stadt online gestellt. Es liefert objektive Angaben über die sinnvolle Größe der Anlage, die zu erwartende Rendite und über die zu erwartende CO2-Einsparung. Dieses Kataster zeigt der Politik, dem  Bürger, dem Handwerk und  potentiellen Investoren, wo es sinnvoll ist zu investieren. Der Nutzen für die Stadt besteht darin, große geeignete Flächen zu identifizieren, höhere Gewerbe,- Umsatz,- und Einkommenssteuereinnahmen zu generieren, den Mittelstand und das Handwerks zu stärken und sich nach außen positiv darzustellen. Der Bürger erhält objektive Angaben über die zu erwartende Rendite. Falls er zu Investitionen bereit ist, sein Dach aber ungeeignet ist, kann er sich über geeignete andere Flächen informieren, um dort direkt oder in Form von Genossenschaften zu investieren. Das Handwerk erhält eine unabhängige Beratungsgrundlage und kann potentielle Kunden flächendeckend ausmachen. Die Energiewende ist machbar und jeder kann dabei mitmachen und daran verdienen.

Die WAHL meint:

„Die Politik hat beschlossen, die Verwaltung muss liefern. Das hat sie bis heute unterlassen. Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, macht NIX!“

Ratingen hat es schon. Zu finden im Internet unter:

www.ratingen.publicsolar.de

Geschrieben am: 21. Oktober 2012
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