Heiligenhaus ist pleite…


Der Landrat schreibt einen Brandbrief an alle Ratsmitglieder, in dem er eindringlich darauf hinweist, dass gespart werden muss und keinesfalls weitere Schulden gemacht werden dürfen.

Bei Einbringung seines Haushaltsplanentwurfes für die Jahre 2012 und 2013 beschreibt der Kämmerer Beck (CDU) die Lage als äußerst ernst. Im Laufe des Jahres muss er erkennen: Es gibt keine Chance einen genehmigungsfähigen Haushalt zu verabschieden. Er empfiehlt deshalb dem Rat, die Haushaltsplanberatungen abzubrechen und bis auf weiteres ohne Haushalt die laufenden Geschäfte weiter zu führen. Dies nennt man „Vorläufige Haushaltsführung“. Vorteil für die Verwaltung ist, dass nur Ausgaben getätigt werden, die vom Verwaltungsvorstand, bestehend aus Bürgermeister Heinisch, Kämmerer Beck und technischem Beigeordneten Flügge (alle CDU), genehmigt werden. Nachteil: Es dürfen nur Ausgaben getätigt werden die unaufschiebbar sind. Hier gibt es einige Ausnahmen. Dazu bedarf es aber der Zustimmung des Rates und der Aufsichtsbehörde, also des Kreises. Hier setzen diese Herren voll auf die Zustimmung der CDU/FDP-Ratsmehrheit und dem ebenfalls der CDU angehörenden Landrat. Nach dem Motto Augen zu und durch und „es ist noch immer gut gegangen“ wird so getan als könnte der Geldfluss nie versiegen. Hier wird auf Kosten der Bürger ein nicht mehr tilgbarer Schuldenberg weiter angehäuft.

Geschrieben am: 21. Oktober 2012
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Kommentare
Kommentar von Martin Erdelen - 1. November 2012 um 12:36

Wo ist der Brief zu lesen?

mfg

Erdelen